Zwischen Rheinland und Israel
 
Homepage des Vereins für Geschichte und Kultur der Juden der Rheinlande e. V.
und des Kleinen jüdischen Lehrhauses in Bonn

 

Wissenswertes

 

Wissenswertes
Persönlichkeiten

Das Rheinland war seit dem frühen Mittelalter einer der bedeutendsten Siedlungsräume der europäischen Juden. Das Leben der Menschen war allerdings geprägt von einer wechselvollen Geschichte.
Die Stadt Köln, zentraler Ort für die Ansiedlung von Juden, hatte schon im 10. Jahrhundert eine blühende jüdische Gemeinde. Auch in anderen Rheinstädten, wie Mainz, Worms, Speyer usw., waren bedeutende Gemeinden.
Bedeutende Persönlichkeiten sind aus den rheinischen jüdischen Gemeinden hervorgegangen, z. B.:

Prof. Dr. Nathan Zuntz

Gedenken an Prof. Dr. Nathan Zuntz (90. Todestag am 22.03.2010)
geb. 7. Oktober 1847 in Bonn, gest. 22. März 1920 in Berlin

Familie und Kindheit
Nathan Zuntz war der älteste Sohn des Kaufmanns Leopold Zuntz und seiner Frau Julie, geb. Katzenstein. Er hatte 10 Geschwister. Als Vierjähriger lernte er bei seiner Großmutter Rachel Hebräisch zu lesen und zu schreiben, lange bevor er deutsche Buchstaben erlernte. Die tiefe Frömmigkeit der Großmutter verfehlte nicht ihre Wirkung auf den zarten Jungen, denn er lernte mit Hingabe die Tora. Seine Eltern, die weniger fromm waren und freier dachten, sahen mit Sorge, wie der zarte Junge sich in seine religiösen Pflichten vertiefte. Das Alltagsleben der Zuntz war einfach und von der Sparsamkeit der Großmutter geprägt. Lediglich an den Feiertagen sorgte die schöne, lebensfrohe Mutter Julie Zuntz für etwas Luxus und Freude. Vater Leopold erkannte die Begabungen seines Sohnes und ließ ihm Lateinstunden geben.
Heinrich Heine
Heinrich Heine

geboren am 13. Dezember 1797 in Düsseldorf als Harry Heine, gestorben am 17. Februar 1856 in Paris. „Die Stadt Düsseldorf ist sehr schön, und wenn man in der Ferne an sie denkt und zufällig dort geboren ist, wird einem wunderlich zu Mute. Ich bin dort geboren und es ist mir, als müsste ich gleich nach Hause gehn. Und wenn ich sage nach Hause gehn, dann meine ich die Bolkerstraße und das Haus worin ich geboren bin“, schrieb Heinrich Heine 1827 in "Ideen. Das Buch Le Grand".

Moses Hess

geboren 1812 in Bonn, gestorben 1875 in Paris. Vater des Zionistischen Sozialismus

Ludwig Philippson

geboren am 22. Dezember 1811 in Dessau, gestorben am 29. Dezember 1889 in Bonn. Deutscher Schriftsteller und Rabbiner. Herausgeber der Allgemeinen Zeitung des Judentums, welche schon bald eine der wichtigsten Zeitungen für liberale Juden in Deutschland wurde und zunächst in wöchentlichem, dann 14-tägigem Rhythmus bis zu ihrer Einstellung im April 1922 erschien. Philippson war maßgeblich an der Gründung der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin ebenso beteiligt wie an der Entstehung des Instituts zur Förderung der israelitischen Literatur.

Jacques Offenbach

geb.20. Juni 1819 in Köln geboren , gest. 05. Oktober 1880 in Paris. Offenbach gilt als Begründer der modernen Operette als eigenständiges und anerkanntes Genre des Musiktheaters.

 

Demnächst:
Do, 09.09.2010 | Uhr

Do, 23.09.2010 | Uhr

Di, 28.09.2010 | 16:00 Uhr
Kleines jüdisches Lehrhaus

So, 03.10.2010 | Uhr

So, 07.11.2010 | 16:00 Uhr
Kleines jüdisches Lehrhaus, Königswinterer Str.647

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